Was bedeutet Mikrozirkulation eigentlich?
Unser Blutkreislauf besteht nicht nur aus Herz, Arterien und Venen. Ein großer Teil des Stoffaustauschs findet in einem fein verzweigten Netz kleinster Blutgefäße statt: der sogenannten Mikrozirkulation. Sie sorgt dafür, dass Sauerstoff und Nährstoffe dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden, und ermöglicht den Austausch zwischen Blut und Gewebe. Das betrifft praktisch den gesamten Körper, vom Gehirn über die Muskulatur bis zu Haut und Organen.
Warum wird das Thema mit zunehmendem Alter wichtiger?
Mit den Jahren treten häufig mehrere Faktoren gleichzeitig auf: Man bewegt sich weniger, verbringt mehr Zeit im Sitzen, und häufig kommen chronische Erkrankungen hinzu. Gerade deshalb lohnt es sich, Bewegung, Gefäßgesundheit und Stoffwechsel als Teil des gesamten Gesundheitsbildes zu betrachten.
Ein Blick auf drei Bereiche, in denen Gefäße eine Rolle spielen
Demenz: Demenz ist nicht gleich Demenz und kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Bei der vaskulären Demenz besteht jedoch ein direkter Zusammenhang mit Durchblutungsstörungen des Gehirns. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft beschreibt unter anderem Veränderungen kleiner Blutgefäße als mögliche Ursache. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass eine Förderung der Durchblutung eine Demenz behandeln oder heilen könnte, es zeigt aber, wie wichtig die Gefäßgesundheit für unser Gehirn ist.
Diabetes: Auch bei Diabetes spielen Gefäße eine wichtige Rolle. Die Erkrankung kann sowohl größere als auch sehr kleine Blutgefäße betreffen. Eine konsequente medizinische Behandlung, Bewegung und die Kontrolle individueller Risikofaktoren bleiben deshalb wichtig.
Herz und Kreislauf: Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen Herz und Blutgefäße und gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen unter anderem Bewegungsmangel, Rauchen, ungünstige Ernährung, Übergewicht, hoher Blutdruck und erhöhte Blutzuckerwerte.
Was kann jede und jeder selbst tun?
Es braucht dafür keinen Leistungssport. Schon kleine, regelmäßige Aktivitäten machen einen Unterschied:
- gemeinsam einige Schritte gehen
- regelmäßig aufstehen und die Position verändern
- kleine Spaziergänge in den Alltag einbauen
- alltägliche Bewegungen möglichst selbstständig ausführen
- Bewegungsübungen nach ärztlicher oder therapeutischer Empfehlung
Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung zu achten, unterstützt die Gefäßgesundheit – sofern medizinisch keine Einschränkungen dagegensprechen.
Auch BEMER kann ein Baustein sein
Wer zusätzlich etwas für die eigene Durchblutung tun möchte, dem möchten wir gerne BEMER empfehlen. BEMER ist eine physikalische Gefäßtherapie zur Anregung der Mikrozirkulation. Wir von BetreuungPlus kümmern uns rundum um das Wohlbefinden der Familien, die wir betreuen, deshalb beraten wir auch gerne zu BEMER. Wie es funktioniert und für wen es passt, erklären wir Ihnen im persönlichen Gespräch. Mehr dazu auch auf unserer BEMER-Seite.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen sowie vor Veränderungen von Therapie, Bewegung oder Ernährung wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt.




