Pflegeberatung: Sie sind nicht allein 

Pflege kann sich manchmal wie ein Dschungel anfühlen: viele Regeln, viele Fragen – und mittendrin Sie als pflegender Angehöriger. Dazu kommt, dass bestimmte Beratungseinsätze sogar verpflichtend sind. Das klingt im ersten Moment vielleicht nach zusätzlichem Druck. Tatsächlich ist die Pflegeberatung aber etwas sehr Gutes: Sie soll Sie nicht kontrollieren, sondern unterstützen, entlasten und stärken. Sie gibt Ihnen Sicherheit, Orientierung und zeigt ganz klar: Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. 

Warum Pflegeberatung so wichtig ist 

Pflegeberatung dient der Qualitätssicherung in der häuslichen Pflege und unterstützt pflegende Angehörige ganz konkret im Alltag. Sie bietet Raum für Fragen, Unsicherheiten und Sorgen – und hilft dabei, passende Lösungen zu finden. Vor allem wenn Pflegegeld bezogen wird und kein Pflegedienst eingebunden ist, sind diese Beratungseinsätze ein wichtiger Anker. 

Wie oft ist Pflegeberatung nötig? 

Die Häufigkeit der Pflegeberatung richtet sich nach dem Pflegegrad: 

  • Pflegegrad 1: Die Beratung ist freiwillig, kann aber einmal pro Halbjahr in Anspruch genommen werden – eine gute Möglichkeit, frühzeitig Sicherheit zu gewinnen. 
  • Pflegegrad 2 & 3: Hier ist ein Beratungseinsatz halbjährlich verpflichtend, also zweimal pro Jahr. 
  • Pflegegrad 4 & 5: In diesen Pflegegraden ist die Beratung vierteljährlich vorgeschrieben, also viermal pro Jahr. 

Wichtiger Hinweis für 2026 

Ab 2026 gelten zum Teil neue Regelungen: Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI sind bei Pflegegeldbezug nur noch halbjährlich verpflichtend. Zusätzlich sollen Pflegeberater verstärkt über Präventionsangebote der Krankenkassen informieren – ein wichtiger Schritt, um Pflege langfristig gesünder und nachhaltiger zu gestalten. 

Was passiert, wenn Fristen nicht eingehalten werden? 

Die Beratung ist nicht nur eine Empfehlung, sondern bei Pflegegeldbezug verbindlich. Werden die vorgeschriebenen Fristen nicht eingehalten, kann das Pflegegeld gekürzt werden. Unser Tipp: Termine frühzeitig planen. 

Der erste Beratungseinsatz findet immer persönlich zu Hause statt. Unter bestimmten Voraussetzungen sind danach auch Videoberatungen möglich. 

Wer bietet Pflegeberatung an? 

Es gibt verschiedene Anlaufstellen, bei denen Sie Unterstützung erhalten: 

  • Pflegekassen: Gesetzlich Versicherte haben einen Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung. 
  • Pflegestützpunkte: Kostenlose, neutrale Beratungsstellen zu Anträgen, Leistungen und regionalen Angeboten. 
  • Compass Private Pflegeberatung: Für privat Pflegeversicherte (Telefon: 0800 101 8800, E-Mail: info@compass-pflegeberatung.de). 
  • Wohlfahrtsverbände: Zum Beispiel DRK, AWO oder Caritas – oft mit Vor-Ort-Beratung. 
  • Pflegeberatung Bayern: Seit 2009 Beratung im Auftrag der gesetzlichen Pflegekassen in Bayern. 

Wie finde ich einen passenden Pflegeberater? 

Eine gute Möglichkeit ist die Nutzung von Datenbanken. Die Stiftung ZQP bietet eine umfassende Online-Suche für Pflegeberatungsstellen in Ihrer Nähe. 

Und: Wissen ist ein entscheidender Schlüssel für mehr Sicherheit im Pflegealltag. 

 

Das Pflege ABC – Wissen, das stärkt 

Über Das Pflege ABC – Online-Portal erhalten Sie kostenfrei fundiertes Wissen rund um die häusliche Pflege. Die Plattform richtet sich an pflegende Angehörige, Familien und auch an Partner und Teams aus der Betreuung. 

Das Pflege ABC ist ein digitales Wissensportal mit praxisnahen Online-Kursen, entwickelt gemeinsam mit Fachleuten aus Pflege, Medizin, Recht und Psychologie. Es unterstützt Pflegende in allen Lebensphasen – verständlich, alltagsnah und stärkend. 

Die Kurse (häufig durch die Pflegekasse finanziert) behandeln unter anderem: 

  • Rechtliches & Leistungen 
  • Demenz 
  • Körperpflege & Hygiene 
  • Ernährung 
  • Medikamentengabe & Erste Hilfe 
  • Entlastungsstrategien & Selbstfürsorge 
  • Stressbewältigung und Sicherheit im Pflegealltag 

 

Die Videos sind leicht verständlich aufbereitet und können Familien, ebenso wie den Betreuungskräften helfen. Wenn Sie mit einer Betreuungskraft zu Hause leben, können Sie die Videos zusammen schauen und so ein gemeinsames Verständnis und mehr Sicherheit im Alltag stärken.  

Auch zur Weiterbildung innerhalb von Pflegeteams können die Videos des Pflege ABCs eine gute Unterstützung sein.  

 

Hier können Sie sich kostenfrei registrieren und vom Expertenwissen profitieren: https://www.betreuungplus.de/pflege-abc-reg/ 

🍂 Warum die Durchblutung so wichtig ist

Der Herbst ist da – und mit ihm kühle Temperaturen, bunte Blätter und frische Luft. Gerade für ältere Menschen, die viel Zeit zuhause verbringen, ist es wichtig, die Durchblutung zu fördern, um gesund und aktiv zu bleiben. Denn nur wenn alle Körperregionen ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, bleiben Vitalität und Gesundheit erhalten.

In diesem Beitrag erfahren Sie:
✅ Warum Bewegung so wichtig ist
✅ Wie Wärme und Bäder helfen können
✅ Welche Lebensmittel die Durchblutung stärken

🥾 Bewegung an der frischen Luft – So fördern Senior*innen im Herbst die Durchblutung

Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit für gemütliche Spaziergänge. Die Luft ist klar, die Sonne mild – und Bewegung bringt Kreislauf und Stimmung in Schwung. Gerade ältere Menschen können mit regelmäßigen Spaziergängen im Herbst ihre Durchblutung fördern und so aktiv etwas für die Gesundheit tun.

So wirkt Bewegung auf die Durchblutung:

✅ Aktiviert Muskeln und Gefäße
✅ Verbessert die Sauerstoffversorgung im Körper
✅ Stärkt das Immunsystem

Tipps für sichere Spaziergänge:

👟 Rutschfeste Schuhe tragen
🧥 Warm kleiden (Zwiebellook)
🕒 Lieber öfter kurz als selten lang

💡 Schon 20 Minuten Gehen am Tag können die Durchblutung im Herbst fördern – besonders bei Seniorinnen und Senioren!

🦶 Wechselfußbäder im Herbst – Kleine Pflege mit großer Wirkung für die Durchblutung

Wechselfußbäder sind ein altes, aber wirksames Hausmittel zur Förderung der Durchblutung – besonders an kalten Tagen.

So geht’s:

1. Zwei Gefäße vorbereiten – eines mit warmem (ca. 38 °C), eines mit kaltem Wasser.
2. Füße 3 Minuten ins warme Wasser tauchen.
3. Danach 20–30 Sekunden ins kalte Wasser.
4. Zwei- bis dreimal wiederholen, mit kaltem Wasser enden.
5. Füße gut abtrocknen und warme Socken anziehen.

Wirkung:
💧 Regt die Blutzirkulation an
💪 Entspannt die Muskulatur
🌡 Unterstützt das Immunsystem

(Hinweis: Bei Diabetes oder offenen Wunden bitte Rücksprache mit dem Arzt halten.)

🥦 Ernährung im Herbst – Mit natürlichen Lebensmitteln die Durchblutung fördern

Die richtige Ernährung kann Ihre Gefäße stärken und die Blutzirkulation verbessern.

🌿 Diese Lebensmittel helfen:

Ingwer – wirkt blutverdünnend und wärmt von innen.
Grünes Gemüse – z. B. Brokkoli, Spinat, Grünkohl: reich an Vitamin K.
Beeren & Zitrusfrüchte – enthalten viel Vitamin C für elastische Gefäße.
Sanddorn – das heimische Superfood des Herbsts.

💡 Ein Glas Sanddornsaft täglich unterstützt Immunsystem und Durchblutung!

❤️ Fazit: Kleine Gewohnheiten – große Wirkung

Gesunde Durchblutung ist kein Zufall – sie entsteht durch tägliche, kleine Gewohnheiten:
🚶 Bewegung an der frischen Luft
🦶 Wechselbäder für warme Füße
🥗 Vitaminreiche Ernährung

Bleiben Sie aktiv, genießen Sie den Herbst und denken Sie daran:
Schon wenige Minuten bewusste Bewegung am Tag können das Wohlbefinden nachhaltig steigern.

Tipp: Sie möchten mehr praktische Anregungen für die Pflege und das Wohlbefinden Ihrer Liebsten im Alltag?
Dann stöbern Sie gern weiter in unserem Blog „Pflege & Gesundheit im Alltag“ bei BetreuungPlus.